Süß, ohne Kalorien!
Coconut Ice kennt man normalerweise als eine klassische Süßigkeit aus Kokosraspeln, die auf der einen Seite rosa und auf der andern weiß ist.
Diesem Leckerbissen verdankt die Lavandula angustifolia ‘Coconut Ice’ ihren Namen. Wie dieser richtig vermuten lässt, erscheinen bei der Lavendelsorte tatsächlich sowohl zartrosa, als auch weiße Blüten. Diese blühen ab dem Juni den gesamten Sommer über.
Das aromatisch duftende Laub von ‘Coconut Ice’ ist lanzettlich zugespitzt und graugrün. Egal ob als Solitärstaude oder als Begleitpflanze eingesetzt, die rosa und weißen Blüten dieser Lavendelsorte wirken in Kombination mit dem graugrünen Laub immer ganz besonders apart. Der äußerst kompakte Zwergstrauch mit buschigem Wuchs erreicht eine Höhe von etwa 30 Zentimetern.
Blauer Duft
Lavandula angustifolia ‘Blue Scent’® ist besonders wegen des starken Duftes sehr beliebt. Diese Lavendelsorte wächst vergleichsweise kompakt und lässt die Pflanzen, die etwa 25 bis 40 Zentimeter hoch werden, buschig erscheinen. Sie eignet sich als Gartenstaude, Schnittblume oder sogar als Heckenpflanze.
An den wunderschönen, dunkelblauen Blüten der ‘Blue Scent’® kann man sich den ganzen Sommer über erfreuen. Auch Bienen und Hummeln schätzen sie als Nektarquelle. Ungeziefer und Schädlinge wie beispielsweise Motten, aber auch Läuse und Schnecken, kann man dagegen mit zerriebenen Blüten erfolgreich abwehren.
Er fesselt viele üble Dinge …
Lavandula angustifolia, auch als Echter oder Englischer Lavendel bekannt, gehört zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiacae). Neben der Verwendung als Zierpflanze, dient er der Gewinnung von Duftstoffen, als Gewürz in der Küche und als Heilpflanze für pharmazeutische Zwecke.
Als Heilpflanze wurde der echte Lavendel auch von Hildegard von Bingen (1098 – 1179) geschätzt und fand in ihrer naturkundlichen Schrift „Physica” Erwähnung: „Der echte Lavendel ist warm und trocken, weil er wenig Saft hat. Und er nützt dem Menschen nicht zum Essen, hat aber doch einen starken Duft. Und wenn ein Mensch, der viele Läuse hat, oft am Lavendel riecht, sterben die Läuse an ihm. Und sein Duft macht die Augen klar, weil er die Kraft sehr starker und auch die Nützlichkeit sehr bitterer Spezereien in sich hat, und daher fesselt er viele üble Dinge,…”, soweit die schlaue Klosterfrau.
Made in UK
Von den alten Römern wird gesagt, sie hätten den Lavendel nach Großbritannien gebracht. Historische Beweise gibt es für diese Behauptung allerdings nicht. Belegt ist aber, dass man ab dem 13. Jahrhundert Lavendel im Vereinigten Königreich kannte und schon bald mit dessen Anbau begann.
Offenbar ließ sich die Pflanze auf der Insel problemlos kultivieren. Später wurde sie sogar zu einem wichtigen Bestandteil des klassischen, englischen Cottage Gardens. Der Charme desselben besteht ja in erster Linie in der Natürlichkeit, Ungezwungenheit und in der harmonisch blühenden, wohlkomponierten Vielfalt von unterschiedlichen Pflanzen, die hier so wachsen, als hätte die Natur die Beete selbst angelegt. Kein Wunder also, dass es die englische Lavendelkultur zu großem Ansehen gebracht hat.
Inmitten der sanften Hügellandschaft der Grafschaft Kent liegt die Wiege des Lavendels mit dem wohlklingenden Namen Downderry Nursery – eine Lavendelgärtnerei mit hohem Bekanntheitsgrad. Die erfolgreiche Nursery, die 350 verschiedene Lavendelarten und -sorten umfasst, hat als eine besondere Auszeichnung den Status als “National Plant Collection” erhalten. Eine Vielzahl der außergewöhnlichen Downderry Sorten werden jetzt auch bei uns im Handel angeboten.
Nahrung für dicke Hummeln und fleißige Bienchen
Den Imkern sterben seit Jahren die Bienen unter den Händen weg. Den Völkern machen nicht nur die Varroa-Milbe und giftige Pestizide zu schaffen, sondern vor allem das viele Grün überall: Grüne Flächen, wohin die fleißigen Bienen auch fliegen. Blüten zu finden, ist in manchen Regionen kaum noch möglich.
Das scheint auch der Hauptgrund für das alljährliche Hummelsterben im Hochsommer zu sein. Es herrscht Nektarmangel ausgelöst durch immer steriler werdende Gärten und Grünanlagen.
Um das Nahrungsangebot für Hummeln und Bienen zu verbessern, empfiehlt der NABU Gartenbesitzern u.a. nektar- und pollenreiche Gartenpflanzen wie z.B. Lavendel zu pflanzen.

